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Zwei Filme der Journalistin Birte vom Bruck (2019 / in Arbeit)

Arbeitstitel: „Die Farbe des Todes ist nicht schwarz“

Das Filmprojekt, das ich zusammen mit Sabine Mehne angehe, entstand Schritt für Schritt aus unseren Begegnungen: die erste bewegte mich noch Wochen danach. In einem über 1000 Jahre alten Kloster hatte diese kleine, zierliche Frau 2018 gestanden und auf ganz andere als körperliche Art und Weise eine Kraft, eine Gewissheit und Gelöstheit ausgestrahlt, die mich in der Tiefe berührten. Dabei ging es doch um Tod! Dieses Thema kannte ich bislang als ein verdruckstes und unerwünschtes, das sprachlos und hilflos macht und verstummen lässt. In einem Wort: ANGST. Andere Dimensionen? Unbekannt.

Beizutragen, dass sich das ändert, ist mein großer Wunsch und Sabine Mehnes Vermächtnis. „Ich sehe dies als meine Lebensaufgabe.“, sagt sie.

Anhand ihrer Erfahrungen wollen wir den gefürchteten Unbekannten näher ans und ins Leben, ja, in ein anderes Bewusstsein, rücken. Wir werden erzählen, wie Sabine Mehne ihm in ihrem Nahtoderlebnis ins Gesicht schauen und aus dieser Begegnung etwas mitnehmen durfte, das ihr Leben für immer veränderte. Angst vor dem Tod kennt sie nicht mehr. Das ist die Botschaft, die wir weitergeben möchten.

Inzwischen ist das Projekt oben (= Teil 1) um Teil 2 angewachsen. Sabine Mehne setzt mit ihrem im September 2019 erschienen Buch einen weiteren Akzent: Man sieht es Frau Mehne in keiner Weise an, und sie macht es auch selten zum Thema: sie hat in den 1990er Jahren den Krebs zwar überwunden, doch sie leidet mehr als schwer an den Folgen der Chemotherapie und Knochenmarktransplantation. Unbeschwerte Schmerzfreiheit ist für sie ein seit Jahrzehnten unbekannter Zustand. Sie versucht, mit dem, was ist, als chronisch Kranke auf irgendeine Weise zu sein, auch wenn sie inzwischen am Stock bzw. Rollator geht, immer öfter im Elektro-Rollstuhl sitzt und ihr Verdauungssystem die Flüssignahrung seit einiger Zeit gerade noch akzeptiert. Sie liebt jeden Tag ihres Lebens, für das sie allen, die ihr dazu verholfen haben, zu tiefst dankbar ist.

Ihr ist klar, dass sie ohne medizinische Behandlung nicht alt wird. Sabine Mehne, die viele Wochen in Krankenhäusern gelegen und gelitten hat, sagt „Ich KANN das nicht mehr. Meine Tapferkeit, die ich all die Jahre unter Aufbietung all meiner Kräfte an den Tag gelegt habe, ist aufgebraucht. Schon lange. Ich schaffe das einfach nicht mehr. Der Tod, dem ich schon einmal ins Gesicht blicken durfte, erscheint mir als leichterer Weg.“ Als ihr dies deutlich wurde, „stolperte“ sie über einen Film zum Thema „Sterbefasten“, mit dem sich ihr neuestes Buchs nun auseinandersetzt ebenso wie auch Film 2 - beide Sabine Mehnes großem Wunsch folgend, friedvoll im vertrauten Zuhause in ihrem eigenen Bett sterben zu dürfen. Darauf bereitet sie sich gewissenhaft vor.

Die Dreharbeiten haben eine sehr feine Zusammenarbeit zwischen Sabine Mehne und mir wachsen lassen, die menschlich wie filmisch Veränderungen hervor gebracht hat.

Meine Absicht ist, die Filme auf Kongressen und Veranstaltungen zu zeigen, auch im Umfeld von Hospizen oder Trauergruppen – im Grunde überall, wo Menschen für die Auseinandersetzung mit diesem für uns alle unausweichlichen Thema bereit sind.

Ich verstehe meine Berufsbezeichnung im Wortsinn und finanziere als Freie Journalistin beide Filme aus eigenen Mitteln. 

Wer sich für den/die Film/e interessiert, kann mir gerne eine Mail schreiben. Ich werde Ihnen die Informationen dann persönlich zukommen lassen.

Kontakt:

Birte vom Bruck, Freie Journalistin

Moderation-TV-Hörfunk-Print

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 BirteVomBruck